Auch ein Fußballer, der meint er sei gegen Kälte immun, irrt sich gewaltig. Zwar sätrken Sport und Fitness das Immunsystem Denn eine gute Kondition hält weder das Frieren noch eine Erkältung ab, wenn nicht auf die richtige Kleidung und bestimmte Regeln geachtet wird. Für jede Sportart sollte die innere und äußere Bekleidung jeweils auf die Jahreszeit abgestimmt sein. Dafür eignet sich im Besonderen die sogenannte Funktionskleidung. Dabei sind Trikots, Hosen und Strümpfe aus speziellen Mischfasern, wie z. B. Polyester, entwickelt worden. Diese Ober- und Unterkleidung hat optimale Eigenschaften, die sowohl den Wärme-Haushalt des Körpers reguliert, aber dennoch Feuchtigkeit absorbiert bzw. nach außen transportiert, d. h., sie ist thermoregulierend. Außerdem sind diese Materialien pflegeleicht, Schmutz abweisend, elastisch und strapazierfähig. Ein weiterer Vorteil, die Unterwäsche ist so verarbeitet, dass keine Reibung auf der Haut entsteht und somit wunde Stellen verhindert.
Was zieht der Fußballer im Winter beim Training an?
Zunächst einmal heißt auch für Hobbyfußballer die Devise, warm anziehen, aber nicht so, dass regelrechte Hitzestaus entstehen. Dafür werden entsprechende Funktionsunterwäsche, ein langärmliges Shirt und lange Hosen benötigt. Ganz wichtig, um der Erkältung erst einmal gar keine Chance zu geben, ist die Mütze auf dem Kopf. Denn der erkaltete Schweiß auf der Kopfhaut
ist ein guter Nährboden für die Viren, die Schnupfen, Husten und Heiserkeit hervorrufen. Ein weiteres Kriterium, die Sportswear sollte grundsätzlich im Winter nur in der Umkleidekabine an- und ausgezogen werden. Ebenso sollten Hände und Füße warm gehalten werden. Handschuhe sind also obligatorisch. Um zu vermeiden, dass die Füße kalt werden, sind einmal entsprechend funktionelle Socken notwendig. Dabei sollten die Fußballschuhe genügend Spielraum haben, damit die Zehen noch beweglich sind.
Gefahr durch funktionelle Kleidung gebannt, aber was ist mit Verletzungen?
Gerade beim Training im Winter ist es besonders bedeutend, dass nicht sofort losgelegt wird, sondern erst langsam mit dem Training begonnen wird. D. h., Dehnungs- und Aufwärmübungen gehören unbedingt dazu, damit die Muskulatur gut durchblutet und elastisch wird. Ein Trainingsbeginn ohne Aufwärmen kann trotz wärmender Funktionskleidung Verletzungen nach sich ziehen, wie Bänderrisse, Zerrungen sowie Verletzung der Knie- und Sprunggelenke. Denn gerade beim Fußball ist das Verletzungsrisiko sehr hoch, was die Winterkälte noch verstärken kann. Der Fußballsport verlangt nach Koordination, Ausdauer und Schnellkraft, alles Kriterien, die dem Körper sehr viel abverlangen. Dabei werden beim Spieler im Besonderen die Muskulatur des Körpers und die Beine in Anspruch genommen.
Bild: panthermedia.net Thomas Kohring
Ähnliche Artikel:


10. Oktober 2011
Tags: